Kaum ein Tag vergeht seit einigen Jahren, ohne dass in den Medien nicht das Gespenst des Neids heraufbeschworen wird: vom „Geldneid“ ist da die Rede, vom „Sozialneid“, von der „Neidsteuer“, von „Neidkampagnen“ und vom „Neidpopulismus“, ja gar von einer „Neidgesellschaft“. Nun ist die Beschäftigung mit dem Neid kein neues Thema. Vielmehr ist seit alters her herausgestellt worden, welche zerstörerischen Wirkungen der Neid und das ihm entsprechende Verhalten mit sich bringen, welches gemeinschafts- und gesellschaftsschädigende Potential er im Gefolge haben kann.
Neid entspringt immer einem Vergleich mit anderen, einem Vergleich, bei dem man selbst schlechter wegkommt, schlechter abschneidet als der andere. Demnach gehen Neidaffekte aus dem Gefühl des eigenen Versagens beziehungsweise des Zukurzgekommenseins im Vergleich mit anderen hervor. Eine spezifische und zudem weit verbreitete Form von Neid liegt in dem Affekt vor, der als „Abstandsneid“ bezeichnet wird. Diese Form des Neids ist besonders in Hierarchien von Bedeutung, da die Höherstehenden in der Regel bestrebt sind, den Abstand zwischen sich und den unter ihnen Stehenden zu wahren und infolgedessen jede Verringerung des Abstands durch Emporkömmlinge und Karrieristen mit scheelem Blick beäugen. All das ist Anlass genug, einmal näher der Frage nachzugehen, worauf sich die Macht des „gelben Monsters“ gründet, wie sein Verhältnis zu Mißgunst, Eifersucht, Schadenfreude usw. beschaffen ist und wie es gegebenenfalls zu zähmen wäre.| Jahrgangsstufe: | Klasse 10-13 |
| Ort: | Regionale Schulberatungsstelle, im Service Zentrum Soziale Beratung, Betreuung und Prävention, Bismarckstrasse 45, 57076 Siegen-Weidenau |
| Zeit: | ca 10-17 Uhr |
| Termine: | Samstag 18.02.2012 Samstag 25.02.2012 |
| Kursleitung: | Herr Prof. Dr Fr. Decher |
| Kosten: | 40.00 Euro |